Vor allem für Einsteiger ist das Revier ideal. Wenn du gerne weitere Seemeilen sammeln möchtest, kannst du vom Saronischen Golf aus auch gut die angrenzenden Reviere erreichen und deinen Törn entsprechend ausweiten.
Das Segelrevier ist für dich sehr gut über den Flugplatz Athen-Eleftherios zu erreichen. Es liegt praktisch vor den Toren der griechischen Hauptstadt. Die beiden wichtigsten Marinas Alimos/ Kalamaki und Lavrion sind vom Flugplatz fast gleich weit entfernt. Vor allem Lavrion ist der Ausgangspunkt für einen Törn in das südöstliche Nachbarrevier der Kykladen.
Der Saronische Golf dehnt sich über eine Gebiet von rund 200 bis 250 Quadratmeilen aus. Nahziele sind die großen Inseln Salamis (ca. 10 nm), Ägina (ca.13 nm), Poros (ca. 30 nm), die Halbinsel Methana (ca. 25 nm) und noch weiter im Süden die Insel Hydra (ca. 33 nm). Auch ein Abstecher nach Spetses lohnt sich.
Wegen der Lage abseits der offenen Ägäis ist das Revier insgesamt etwas geschützter vor dem nördlichen Starkwind Meltemi.
Der Agolische Golf schließt sich Richtung Westen an. Die riesige Halbinsel Peloponnes ist von den Inseln aus immer zum Greifen nah. Die Entfernungen kannst du zwischen den möglichen Zielen kurz halten. Das sorgt für viel Abwechslung und gute Stimmung an Bord.
Zwischen dem Festland bei Athen und der Insel Ägina gibt es ein langgestrecktes Verkehrstrennungsgebiet für dich zu beachten. Ansonsten ist die Navigation unkompliziert.
Die nahe von Athen gelegene Insel Salamis gehört der Berufsschifffahrt im Umfeld des Hafens von Piräus. Es gelten besondere Befahrensregeln. Im Südosten der Insel befindet sich ein ausgedehntes Ankergebiet für Tanker und Frachter.
Die Insel ist im Norden stark industrialisiert, bietet jedoch im südwestlichen Teil von Pinienwäldern geprägte, malerische Landschaften. Auf Salamis lohnt es sich vor allem die versteckten kleinen Buchten im Süden und Südwesten zu entdecken. Beispielsweise die Bucht von Limnionas oder Buchten westlich von Kolones besonders gut. Zu den schönsten Stränden zählen u.a. Psili Ammos, Vromopousi, Peristeria, Kanakia oder auch Patitiri.
Geschichte geschrieben wurde vor Salamis durch die berühmte Seeschlacht 480 v. Christus. Hier verteidigten sich die Griechen erfolgreich gegen eine Übermacht der Perser zu Wasser.
Die Insel Ägina liegt inmitten des Saronischen Golfs. Gerne wird sie von Seglern auf einem Chartertörn von und nach Athen als erstes Tagesziel beziehungsweise als letztes vor der Rückkehr angelaufen. Ist einem die griechische Hauptstadt für eine Verproviantierung zu laut und hektisch – die Insel bietet Einkaufsmöglichkieten. Beispielsweise im Südwesten im Hauptort Aegina oder noch knapp 4 nm weiter im Süden in Perdika. Beide sind typisch einheimisch und lebendig geprägte Häfen mit Promenade zum Anlegen.
Einen Abstecher auf die kleineren Nachbarinseln Metopi, Agistri und Moni sollte mit Ankerstopp nicht fehlen. Es gibt herrliche Bade- und Schnorchelmöglichkeiten. Behutsam sind die flachen Gewässer um das Eiland Metopi mit seinen Riffen anzugehen. Ein Augenschmaus sind die bergigen und oft bewaldeten Hügelketten der Inseln im Zusammenspiel mit dem umgebenden blauen Meer.
Sie ist eine Halbinsel vulkanischen Ursprungs und liegt am nordwestlichen Ende des sogenannten Kykladenbogens. Die Vulkanlandschaft verwöhnt mit dichter Vegetation, Flora und Fauna sowie malerischen Küstendörfern. Auf der Suche nach einem Erlebnis gibt es halbstündige Wanderung bis zum Rand des Vulkans. Einst gab es die Möglichkeit eines Bads in den heißen schwefligen Thermalquellen im Hauptort Methana selbst. Leider seit 2017 nicht mehr. Man kann mit dem Boot in der Marina gegenüber des ehemaligen Thermalbades liegen. Verbunden ist Methana mit dem Festland der Peloponnes durch eine Landzunge.
Wie Methana ist auch Poros eine Vulkaninsel. Obendrein eine sehr beliebte Ferieninsel. Pinien-, Oliven und Zitrusbäume bedecken die Hügel und reichen bis zu den Sandstränden. Majestätische Ausblicke warten von den Hügeln der Insel aus ringsum. Ein Ziel wie aus dem Reisekatalog. Buchten gibt es genügend zu entdecken. Vor allem im Süden der Insel. Hier ist man gut vor dem nördlichen Starkwind Meltemi geschützt.
Der Hauptort auf Poros heißt Poros und liegt auf einer Halbinsel. Liegeplätze gibt es in großer Anzahl. Sie strecken sich entlang der Landzunge. Man fühlt sich an einem Kanal erinnert. Zu beachten gilt das betonnte Fahrwasser. Südlich davon wird es flach.
Wird „Ithra“ ausgesprochen und ist die Insel ohne Autos. Als Transportmittel werden hier immer noch nur Esel,Mulis und Pferde genutzt. Beschauliches Leben ist angesagt. Kein Wunder also das viele Schriftsteller und Maler hier lebten. Es gibt tolle Buchten mit (steinigen)Traumstränden perfekt zum Schwimmen, Schnorcheln und Sonnenbaden. Hydra ist sehr felsig. Es gibt viele interessante Wanderwege. Die Höhen bieten fantastische Ausblicke.
Für die wenigen Liegeplätze im Hafen sollte man früh anreisen. Will man mit seinem Segelboot oder der Yacht lieber an einer ruhigen Stelle ankern, bietet sich beispielsweise die an der südwestlichen Küste Hydras liegenden Buchten an. Selbige verfügt über einen schönen Badestrand, der allerdings während der Hochsaison gut besucht ist. Kein Wunder gibt es doch eine schnelle Färhverbindung mit Hochgeschwindigkeits-Katamaranen von Piräus aus nach Hydra.
Die kleine unbewohnte Nachbarinsel Dokos im Westen ist ein einsames Eiland. Hier gibt es einige Ankerbuchten im Norden der Insel.
Noch weiter im Westen liegt Spetses am Argolischen Golf. Einst die Insel der Gewürze. Auch hier lohnt sich die Suche nach ruhigen Ankerbuchten und der Besuch der autofreien Insel selbst.